Aktion am Grünstreifen: Alt Ungnade packt gemeinsam an

Sicherheit für Fußgänger:

Vorgeschichte

Schon eine Weile war es in Alt Ungnade Thema wie die Straße für zu Fuß Gehende sicherer gestaltet werden kann. Der Vorschlag, in der ganzen Ortschaft Tempo 30 verpflichtend einzurichten, konnte gegenüber dem Landkreis leider nicht durchgesetzt werden. Die Kompromisslösung war dann, dass im letzten Jahr seitens der Gemeinde Leitpfosten zwischen Gehweg und Fahrbahn aufgestellt wurden. Mit den Leitpfosten soll verhindert werden, dass bei Überholvorgängen oder Vorbeifahrten in der Ortslage der Gehweg von Kraftfahrzeugen gleich mitbenutzt wird. Leider war dieses gefährdende Verhalten in der Vergangenheit zu beobachten, nun nicht mehr. So weit, so gut, so technisch…

Der Frühjahrsputz:

Idee und Plan

Auf Initiative einiger Dorfbewohner/-innen fanden sich am 18. April sechzehn Leute aus dem Dorf zu einem Frühjahrsputz ein. Die Idee war, das bei Straßenbauarbeiten übrig gebliebene Hügelchen hinter der Bushaltestelle am Boltenhagener Weg teilweise abzutragen. Die gewonnene Erde auf dem Randstreifen zu verteilen und dort Rasen und Sommerblumen einzusäen, um den nun sichereren Randstreifen in einen schönen Randstreifen zu verwandeln. Der verbliebenen Erdhügel sollte anschließend mit Zierpflanzen bepflanzt werden. Gleichzeitig sollte dann auch noch der Gehweg auf ganzer Breite gefegt und freigeschnitten werden, sowie die Bushaltestelle verschönert werden.

Die Erdarbeiten und Aussaat

Mit Gartengeräten und Schubkarren aus allen Haushalten und des PKW-Anhängers aus unserem Fuhrpark, ging es 10 Uhr ans Werk. Viele fleißige Hände schaufelten ungezählte Ladungen Erde und verteilten diese zwischen den Leitpfosten. Als dies nach etwa vier Stunden erledigt war, wurde es Zeit für die Aussaat. Das Saatgut hatte eine Dorfbewohnerin gespendet und nach kurzer Beratung wurde entschieden, die Saat für einjährige Sommerblumen und Gräser zu mischen und gemeinsam zu verstreuen. Eine Arbeit, zu der sich auch zwei Kinder begeistern und anleiten ließen.

Bushaltestelle und Hügelbepflanzung

Während die Saat in die Erde eingearbeitet wurde, bekam die Bushaltestelle neue Farbe. Große und kleine Kinder des Dorfes frischten die bereits vorhandene Bemalung unter Anleitung auf und füllten alle Seiten der Bushaltestelle mit fröhlichen Motiven aus Flora und Fauna. Zur gleichen Zeit bekam das Hügelchen die von weiteren Nachbar/-innen gespendeten Blumen und Stauden zu seiner Zierde. Da aus unserem Gemeinschaftsgarten noch ein paar Stecklinge von Johannis- und Stachelbeere abzugeben waren, wurden auch diese noch zu den Blumen und der dort seit einigen Jahren wachsenden Ulme gepflanzt.

Pause und gemeinsamer Abschluss

Wo gearbeitet wird soll auch gegessen werden. Die gemeinsame Pause verbrachten wir bei Kaffee und Kuchen hinter der Bushaltestelle. Zum Abschluss bestaunten viele der fleißigen Helfer/-innen bei einem leckeren Grillbuffet ihr Werk. Für das leibliche Wohl hatten zwei Familien des Dorfes gesorgt.

Ausblick und Dank

Wir hoffen auf ein gutes Wachstum der Pflanzen für ein dauerhaft bunteres Dorf, wo sich Bewohner/-innen, Leute zu Gast und Durchfahrende erfreuen können, an dem was Gemeinsinn und Zusammenarbeit schafft. Vielen Dank an alle Spender/-innen und jene, die fleißig gearbeitet haben!

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